Woher kommt die Redewendung "Zeit ist Geld"?

Diese Redensart wird auf Benjamin Franklin (1706-1790) zurückgeführt. In seinem 1748 zitiertem "Ratgeber für junge Kaufleute" prägte er den Satz "time is money". Goethe höchstpersönlich zitierte Franklin dann auf deutsch mit der noch heute hochaktuellen Redensart "Zeit ist Geld". Aber auch schon in der Antike erkannten die Gelehrten "Zeit ist eine kostbare Ausgabe" (Theophrast 372-287 v.Chr.).

Woher kommt die Redewenung "Geld stinkt nicht"?

Der römische Kaiser Vespasian (9-79) führte eine Gebühr für die Nutzung von öffentlichen Toiletten ein. Als Begründung nannte er den lateinischen Satz "pecunia non olet" was soviel heißt wie "Geld stinkt nicht".

Woher kommt der Begriff "Schlitzohr"?

Der Begriff "Schlitzohr" meint eine betrügerische Person. Dieser Begriff hat seinen Ursprung im Mittelalter. In dieser Zeit hatten Handwerker, Piraten oder Seeleute oft einen wertvollen Ohrring. Mit diesem bezahlten sie ihre Beerdigung. Hatten sie aber etwas verbrochen, wurde ihnen der Ohrring zur Strafe herausgerissen. Somit wurde ihr Ohr verstümmelt und jeder konnte sehen, dass sie ein Schlitzohr waren.


Klappe auf, Lesespaß beginnt

Der römische Kaiser Vespasian (9-79) führte eine Gebühr für die Nutzung von öffentlichen Toiletten ein. Als Begründung nannte er den lateinischen Satz "pecunia non olet" was soviel heißt wie "Geld stinkt nicht".

Woher kommt "Geld auf den Kopf hauen"?

Wenn man Geld auf den Kopf haut, dann meint man damit das schnelle ausgeben von Geld.

Die beiden Seiten der Münze nennt man Kopf und Zahl. Knallte man die Münzen beim Bezahlen mit dem Kopf nach unten auf den Tresen, konnte der Wirt gleich die Zahl auf der Münze sehen.

Woher kommt der Begriff "Arschkarte"?

Wer die Arschkarte zieht, der hat meist verloren. Aber woher kommt dieses geflügelte Wort?

Im Fußball zeigt der Schiedsrichter den Spielern eine gelbe (Verwarnung) oder eine rote Karte (Platzverweis). Damit man früher auch im Schwarz-Weiß-Fernsehen erkennen konnte, welche Karte der Schiedsrichter zeigt, wurde die gelbe Karte aus der Hemdtasche und die rote aus der "Arschtasche" gezogen. Somit wurde die rote Karte zur "Arschkarte".

Woher kommt "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst"?

Wenn diese Redewendung geschrieben sieht, erkennt man schnell die Bedeutung. Denn oft wird diese Redewendung mit "Wer zuerst kommt, der malt zuerst" missverstanden.

Gemeint ist ganz klar die Reihenfolge an den Windmühlen. Wer dort am Morgen zuerst kam, durfte zuerst sein Korn mahlen.

Woher kommt "über Stock und über Stein"

In einem deutschen Lied kommt diese Strophe vor.

In den Zeiten von Fürsten und Königen wurden die Landesgrenzen mit Holzpfählen und Steinsäulen markiert. Wenn ein Wanderer "über Stock und Stein" gewandert ist, dann sozusagen über die Landesgrenzen hinaus.

Woher kommt "Aus dem Ruder laufen"?

Wenn eine Sache aus dem Ruder läuft, dann entwickelt diese sich nicht so, wie man das geplant hat.

Diese Redewendung kommt aus der Seefahrt. Bei Segelschiffen befindet sich am hinteren Teil des Schiffes (Heck) das Ruder. Mit diesem Ruder steuern die Seeleute und bestimmen den Kurs.

Trifft nun im Sturm viel Wind seitlich auf das Schiff, dann beginnt sich dieses zu neigen. Durch diese Neigung hebt sich das Ruder immer weiter aus dem Wasser bis es schließlich den Kontakt zum Wasser verliert. Zum zweiten entwickelt sich bei Segelschiffen mit starker seitlicher Neigung eine Drehkraft zum Wind hin.

Als Resultat aus starker Neigung dreht sich das Segelschiff ungewollt zum Wind und läuft somit aus dem Ruder. Die Mannschaft muss in diesem Fall schnell reagieren, um das Schiff wieder auf alten Kurs zu bekommen.

Woher kommt "Etwas im Schilde führen"?

Wenn man etwas im Schilde führt, dann will man seinem Gegner überlisten.

Diese Redewendung kommt ebenfalls aus dem Mittelalter. Schwertkämpfer führten in ihren Schilden Messer. Somit konnten sie den Gegner auf kurzer Distanz erstechen.

Warum stößt man beim Trinken mit den Gläsern aneinander?

Gang und gäbe ist es beim gemeinsamen Trinken, dass man die Gläser aneinander stößt.

Dieses Ritual kommt aus der Zeit der Könige. Diese pflegten sich nach Vertragsabschlüssen zu vergiften. Damit man sicher gehen konnte, dass der Partner nicht böses im Schilde führt, stieß man die Krüge so heftig aneinander. Somit schwappte die Flüßigkeit von einem Glas ins andere und man konnte sicher sein, dass die Getränke nicht vergiftet waren.

Woher kommt "Den Löffel abgegen"?

Wenn jemand den Löffel abgibt, dann meint man, dass diese Person stirbt.

Für diese Erklärung gibt es mehrere Erklärungen. Die erste bezieht sich auf Häftlinge im Mittelalter, welche auf ihre Hinrichtung warteten. Diese hatten nur einen Löffel. Und wenn der jüngste Tag angebrochen war, dann gaben sie vor dem Gang zum Schafott ihren Löffel ab.

Die zweite Erklärung kommt ebenfalls aus dem Mittelalter. Dort hatten Familien nur ein Besteck. Beim Tod des Familienältesten, gab dieser das wertvolle Besteck an den kommenden Familienältesten ab.

Woher kommt "Iss auf, dann gibt es morgen gutes Wetter"?

Gern sagt man zu seinen Kinder, iss Deinen Teller leer, dann gibt es morgen gutes Wetter.

Der Ursprung dieser Redewendung entspringt einer falschen Übersetzung vom Plattdeutschen. Die alten Ostfriesen sagten zu Ihren Kindern "Main Jung, iss datt mal auf, dann krichst du morgen wat goodes wedda." Der Fehler liegt im "Wedda". Denn dies heißt nicht "Wetter", sondern "wieder. Das heißt, wenn der Teller leer gegessen wurde, dann bekam man etwas gutes wieder. War der Teller nicht leer, dann bekam man den Rest aufgewärmt nochmal.

Woher kommt "Durch die Lappen gehen"?

Wenn einem etwas durch die Lappen geht, dann entwischt einem etwas.

Diese Redewendung hat ihren Ursprung in der organisierten Treibjagd. Bei dieser wurde das Jagdgebiet mit Tüchern sogenannte Lappen begrenzt. Dafür spannte man rund um das Jagdgebiet eine Leine, an denen diese Lappen hingen. Tiere erkennen diese Lappen als Hindernis und gehen durch diese nicht hindurch. Wenn sie aber gejagdt werden, gehen sie in Todesangst dennoch durch diese Lappen. Unter den Jägern ist es abgemacht, dass diese Tiere, welche durch die Lappen gehen, dann frei sind.

Woher kommt "Auf dem Holzweg"?

Man ist auf dem Holzweg, wenn man nach einer Lösung sucht und der eingeschlagene Weg sich als falsch herausstellt.

Die Herkunft dieser Redewendung ist mal wieder sehr naheliegend. Im Wald werden Bäume gefällt. Da diese sehr schwer sind, konnten sie früher nicht getragen werden. Daher wurden sie mit Pferden zu einer Sammelstelle gezogen. Und durch dieses Ziehen der Bäume entstand ein Weg - der Holzweg. Wenn man sich im Wald verläuft und die zufällig diesen Pfad findet und ihm folgt, so gelangt man nur zur Sammelstelle der Bäume und nicht aus dem Wald. Daher ist man auf dem Holzweg.